Alles über den Zugang zu Telefonen nach dem Tod

Digital Life Legacy hilft überlebenden Angehörigen und rechtmäßigen Besitzern, auf Telefone und Tablets mit unbekannten (Wisch-)Codes zuzugreifen.

Mehr lesen

Alles über den Zugang zu Telefonen nach dem Tod

Digital Life Legacy hilft überlebenden Angehörigen und rechtmäßigen Besitzern, auf ein Telefon zuzugreifen, dessen Code unbekannt ist.

Mehr lesen

Das Handy oder Tablet eines Verstorbenen

Ein Handy enthält mehr als nur Kontakte, Fotos, Filme und Musik. Die Inhalte ermöglichen auch den Zugriff auf alles, was der Besitzer nicht mehr per Post erhält, wie z. B. digitale Dienste, Konten, Abonnements und E-Mails, die oft für die Abwicklung von Transaktionen notwendig sind. Dazu gehören auch Online-Speicherdienste und soziale Medien sowie Garantiescheine, gesammelte Punkte, Guthaben und Kryptowährungen.

Natürlich können Sie Banküberweisungen sperren, aber dadurch werden auch diese Dienste deaktiviert. Sie haben dann keinen Zugriff mehr und die Inhalte sind unwiederbringlich verloren.

Vorsicht!

Es gibt natürlich viele Unternehmen und Software, die (versprechen), den Telefoncode zu löschen; das Ergebnis ist jedoch fast immer, dass Sie auch alle Ihre ursprünglichen Daten endgültig verlieren!

#TIPP 1 – Probieren Sie es selbst

Natürlich können Angehörige selbst ein paar Codes (durch Wischen) ausprobieren. Bedenken Sie jedoch, dass zu viele falsche Eingaben das Gerät vorübergehend sperren. Die Sperre dauert umso länger, je öfter Sie einen falschen Zugangscode eingeben. Wenn Sie fortfahren, kann das Gerät vollständig gelöscht werden und Sie können nicht mehr darauf zugreifen.

#Tipp 2 – Kündigen Sie Ihren Handyvertrag nicht!

Es kann hilfreich sein, den Handyvertrag nach einem Todesfall nicht sofort zu kündigen, sondern ihn vom Anbieter auf einen Prepaid-, SIM-only- oder günstigeren Tarif auf den Namen eines Hinterbliebenen übertragen zu lassen.
So können alle, die noch nichts vom Tod wissen, weiterhin die ihnen bekannte Nummer anrufen, und Sie als Hinterbliebener können weiterhin mit ihnen sprechen.

#Tipp 3 – Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)

Telefone und die zugehörigen Telefonnummern werden zunehmend für die Sicherheit mit der sogenannten Zwei-Faktor-Authentifizierung genutzt. Dabei erhalten Sie beim Einloggen einen Code auf Ihr Telefon.Wird der Telefonvertrag jedoch gekündigt, werden diese Codes natürlich nicht mehr zugestellt.

#Tipp 4 – SIM-Karte in ein anderes Telefon übertragen

Haben Sie (noch) keinen Zugriff auf das Telefon des/der Verstorbenen, möchten aber weiterhin Anrufe entgegennehmen, SMS lesen und gegebenenfalls auch WhatsApp-Nachrichten empfangen und beantworten, die auf der Telefonnummer Ihres/Ihrer Angehörigen eingehen? Lesen Sie unsere Tipps und Optionen für die SIM-Karte nach dem Tod.

#Tipp 5 – SIM-, PIN- und PUK-Codes

Es ist zwar praktisch, seinen Mobilfunktarif zu behalten oder zu wechseln, aber SIM-Karten enthalten heutzutage praktisch keine wertvollen Daten mehr.
Weitere Informationen finden Sie im Artikel über SIM-, PIN- und PUK-Codes.

#Tipp 6 – Wichtiger Hinweis für WhatsApp

Was passiert mit deinem WhatsApp-Konto und deinen Chats nach deinem Tod? Lies unseren Artikel über WhatsApp nach dem Tod.

Erhalten Sie Zugriff auf jedes Telefon?

Bei der ersten Anfrage können wir anhand von Marke, Modell und Typ oft recht genau einschätzen, ob es uns gelingen wird, den (Swipe-)Code zu ermitteln.
Selbstverständlich können Umstände auftreten, die im Voraus (noch) nicht vorhersehbar sind, wie z. B. ein kürzlich installiertes Update/Patch des Herstellers, ein sogenanntes „Custom“-ROM, individuell eingestellte Sicherheitsmaßnahmen oder wenn das Gerät aufgrund zu häufiger falscher Codeeingaben vollständig gesperrt ist.

Achtung! Derzeit unterstützen wir (noch) keine Apple-Telefone ab dem iPhone 8 sowie keine iPads ab Baujahr 2018.

Sollte es uns nicht gelingen, ein bestimmtes Telefon oder Tablet nach einem Todesfall zu entsperren, prüfen Sie bitte, ob die verstorbene Person ein älteres Gerät verwendet hat, für das noch Möglichkeiten bestehen. In der Praxis ist der Zugangscode häufig identisch.
Ist dies nicht der Fall, empfehlen wir, das Telefon unbenutzt aufzubewahren. Sobald es neue technische Möglichkeiten für diesen Gerätetyp gibt, kann eine erneute Untersuchung erfolgen.
Das Telefon der verstorbenen Person muss dabei nicht am Ladegerät angeschlossen bleiben; die Daten bleiben auch bei leerem Akku erhalten.

Was erhalte ich nach der Untersuchung?

Sie erhalten von uns den originalen Gerätecode oder das Swipe-Muster des Telefons. Zusammen mit einem Bericht senden wir Ihnen das Telefon zurück oder Sie können es bei uns abholen.

Kosten

Sie können sich vorstellen, dass es kostspielig ist, ein Telefon „knacken“ zu lassen, da hierfür fortschrittliche Ausrüstung erforderlich ist.
Die Kosten betragen € 1.149,00, sofern es uns tatsächlich gelingt, den Zugangscode zu ermitteln.
Im Voraus berechnen wir Untersuchungskosten in Höhe von € 149,00, die selbstverständlich angerechnet werden, wenn die Untersuchung erfolgreich abgeschlossen wird.
Sollte es wider Erwarten (noch) nicht möglich sein, können Sie entscheiden, das Telefon bis zu maximal 1 Jahr bei uns zu hinterlegen. Sollten wir in diesem Zeitraum über die entsprechenden technischen Möglichkeiten verfügen, werden die genannten Untersuchungskosten angerechnet. Selbstverständlich können Sie jederzeit angeben, dass Sie das Telefon zurückerhalten möchten.

Versicherungsmöglichkeiten

Der Zugriff auf ein Telefon mit unbekanntem Code kann daher sehr kostspielig sein, aber … Sie könnten hierfür den frei verfügbaren Betrag aus einer Bestattungsversicherung nutzen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Kosten (teilweise) über die eigene Hausrat-, Geräte- oder Wertsachenversicherung geltend zu machen. Selbstverständlich können wir Sie dabei unterstützen, jedoch keine Garantie für eine tatsächliche Kostenerstattung geben.

Android-Telefone

Heutzutage sind nahezu alle Telefone – mit Ausnahme von Apple – mit dem Betriebssystem Android ausgestattet. Die meisten Nutzer verfügen außerdem über ein
Google-E-Mail-Konto (Gmail).
Möglicherweise wurde auch ein Computer oder Laptop verwendet, für den der Benutzername und das Passwort bekannt sind?
Auf diese Weise kann geprüft werden, ob die Daten auf dem Telefon kürzlich mit dem Computer synchronisiert oder dort gesichert wurden. In diesem Fall ist es unter Umständen weniger relevant, direkten Zugriff auf das Telefon zu erhalten.

Apple iCloud

Wenn ein Apple-Gerät verwendet wurde, ist immer auch eine Speicherung über Apples iCloud vorhanden (www.icloud.com).
Dort werden häufig Backups der auf den Geräten gespeicherten Daten aufbewahrt, zudem können oft direkt Fotos, Videos, E-Mails und Notizen eingesehen werden. Für die Anmeldung bei icloud.com sind ein Benutzername (E-Mail-Adresse) und ein Passwort erforderlich; häufig erfolgt zusätzlich eine Überprüfung über ein vertrauenswürdiges Gerät (Zwei-Faktor-Authentifizierung).
Über die Funktion „Passwort vergessen“ können Sie prüfen, ob Sie auf diesem Weg weiterkommen.
Ist die Apple-ID und das Passwort zwar bekannt, Sie kommen jedoch aufgrund der Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht weiter, können Sie auch diese Tipps von Apple befolgen: https://support.apple.com/nl-nl/102633

Möglichkeiten bei Computern und Laptops

Wurde vom ursprünglichen Eigentümer möglicherweise auch ein Computer oder Laptop genutzt?
Manchmal befinden sich darauf Hinweise, wurden Daten synchronisiert oder es ist ein Backup vorhanden, sodass auf diesem Weg möglicherweise bereits auf Daten zugegriffen werden kann – bis hin zu Hinweisen auf den Zugangscode eines Telefons.
Besteht (keine) Zugriffsmöglichkeit mehr auf den Computer oder Laptop aufgrund eines physischen Defekts oder eines unbekannten Passworts, können wir auch in diesen Fällen häufig helfen.
Weitere Informationen und Preise zur Zugänglichmachung von Computern und Laptops finden Sie hier:
https://digitallifelegacy.nl/toegang-tot-computer-na-overlijden/

Rechtliches

Vor der endgültigen Erbringung unserer Dienstleistung bitten wir um Unterlagen wie einen gültigen Ausweis des Auftraggebers, eine Sterbeurkunde und/oder einen Erbschein.
Bitte beachten Sie, dass das (Veranlassen des) Öffnens von Gegenständen, die nach einem Todesfall mit einem Schloss, Code oder Passwort gesichert sind (z. B. Schrank, Tresor, Fahrrad, Telefon oder Computer), zur vorbehaltlosen Annahme der Erbschaft führen kann.
Gleichzeitig bietet dies – etwa im Rahmen einer Annahme unter Vorbehalt (benefizielle Annahme) – die Möglichkeit zu prüfen, ob Vermögenswerte oder gegebenenfalls Schulden vorhanden sind.

Unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen?

Dafür müssen wir physisch über die Geräte verfügen.
Sie können unseren kostenlosen Abhol- und Bringservice nutzen oder die Geräte (nach Terminvereinbarung) an unserem Hauptsitz in Maastricht abgeben. Die entsprechenden Möglichkeiten finden Sie in der Auftragsbestätigung.

Abgesehen von Ladegeräten für Computer benötigen wir keine Kabel, Verpackungen, Hüllen usw., jedoch einen Namen als Referenz zu den Geräten.
Aufgrund des aktuellen Arbeitsaufkommens beträgt die Untersuchungsdauer derzeit zwischen 4 und 8 Wochen.
Unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten stets für Untersuchungen an Geräten.

ZUGRIFF AUF TELEFONE UND TABLETS MIT DIGITAL LIFE LEGACY

An den Anfang scrollen